Mehr Bäume für Bruck – Grüner Antrag für Klimaanpassungskonzept
Die Grünen im Marktgemeinderat Bruck wollen das Thema Klimaschutz stärker in den Blick rücken. In einem Antrag fordern sie als ersten Schritt, den Marktplatz mit zusätzlichen Bäumen zu bepflanzen. Auch für den Rathausparkplatz haben sie eine Idee.
Klimaanpassung notwendig
Fraktionssprecher Rudi Sommer betont in seinem Schreiben an die Ratskollegen, dass die aktuellen Hitzewellen die Folgen des Klimawandels deutlich zeigen. Deshalb müsse die Gemeinde dringend ein Klimaanpassungskonzept entwickeln und zügig umsetzen. Ziel sei es, Bruck widerstandsfähiger gegen Hitzeperioden und extreme Wetterlagen zu machen.
Kritik an der Gestaltung des Marktplatzes
Sommer bezeichnete den derzeitigen Marktplatz als „Witz“: eine zubetonierte Fläche, die lediglich durch wenige Pflanztröge aufgelockert sei. Stattdessen solle die Gemeinde langfristig eine Begrünung mit großen Bäumen wie Ahorn, Kastanie oder Linde anstreben. Diese hätten eine kühlende Wirkung und würden Schatten spenden.
Sommer und seine Fraktion sehen darin einen ersten, schnell umsetzbaren Beitrag, um die Aufenthaltsqualität zu steigern und die Folgen von Hitze abzumildern.
Für den Rathausplatz schlagen die Grünen zudem eine Überdachung mit Solarmodulen vor. Damit ließen sich Stellplätze verschatten und gleichzeitig Strom erzeugen. Zur Bewässerung der neuen Bäume könne Regenwasser genutzt werden.
Kosten und Umsetzung
Nach Schätzungen könnte eine Umgestaltung der Flächen rund 100.000 Euro kosten. Berücksichtigt werden müsse, dass bei Neupflanzungen auch Pflasterarbeiten erneuert werden.
Blick auf andere Gemeinden und Notwendigkeit
Sommer verweist auf Beispiele aus Nachbargemeinden, wo bereits Anpassungen an den Klimawandel umgesetzt wurden. Angesichts zunehmender Stürme und Starkregenereignisse sei es notwendig, auch in Bruck schnell zu handeln.
Weiteres Verfahren
Der Antrag der Grünen wird frühestens im September im Marktgemeinderat behandelt. Bei der jüngsten Sitzung am 31. Juli stand das Thema nicht auf der Tagesordnung. Bürgermeisterin Heike Faltermeier (CSU) erklärte, dass die Verwaltung mehr Zeit benötige, um Vorschläge vorzubereiten.
Hier geht’s zum Onlineartikel der Mittelbayerischen zu diesem Thema (mit Bezahlschranke).
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